Unfall

Hauptaufgabe der gesetzlichen Unfallversicherung ist es, nach Eintritt eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen.

Die Unfallversicherung erbringt zu diesem Zweck medizinische und berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation. Die Versorgung ist überdurchschnittlich gut: Der Arzt rechnet direkt mit der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse ab.

Desweiteren erbringt die Unfallversicherung Lohnersatz bzw. Entschädigungsleistungen: Verletztengeld, Verletztenrente und Hinterbliebenenrente.

Nicht jeder Unfall oder jede Erkrankung, die im Zusammenhang mit einer Tätigkeit oder dem Weg zur Arbeit steht, ist automatisch versichert. Oft ist streitig, ob der erlittene Schaden tatsächlich wesentlich auf die versicherte Tätigkeit zurückzuführen ist oder aber eine andere Ursache hat: z.B. eine Vorerkrankung oder eine private Verrichtung während der Arbeitszeit.

Die Träger der Unfallversicherung berufen sich gern auf Kausalitätsfragen, um Ansprüche der Versicherten abzulehnen. In diesen Fällen ist eine Klärung der meist medizinischen Sachverhalte durch das Sozialgericht der einzige Weg, sein Recht zu erhalten. Das Kostenrisiko einer Klärung ist im Vergleich zu anderen Gerichtsbarkeiten gering. Gerichtskosten und somit auch Kosten für einen Sachverständigen fallen nicht an.

Der Kreis der Unfallversicherten beschränkt sich nicht nur auf Beschäftigte, die Beiträge in die Unfallversicherung einzahlen: Bei jedem Unfallereignis, gleich in welcher Situation oder in welchem Zusammenhang können Ansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung entstanden sein. Auch wenn Sie einem Bekannten beim Umzug oder Renovieren helfen und dabei einen Unfall erleiden, kann Versicherungsschutz bestehen.

Zu den Personen, die Versicherungsschutz genießen gehören neben den abhängig Beschäftigten u.a. auch:

  • Personen, die wie ein Beschäftigter tätig sind, obwohl sie nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Sogenannte "Wie-Beschäftigte"
  • Meldepflichtige auf dem Weg zur Agentur für Arbeit und zum JobCenter
  • Kinder, die eine Kita oder einen Kindergarten besuchen
  • Schüler, Studenten und Auszubildende
  • Pflegepersonen
  • Schwerbehinderte, die in einer Behindertenwerkstatt tätig sind
  • Ehrenamtlich Tätige
  • Personen in einer Reha-Maßnahme
  • Helfer bei Unglücksfällen, im Zivil- oder Katastrophenschutz
  • Landwirte und deren mitarbeitende Angehörige
  • Blut und Organspender

Freiwillig versichern können sich: Unternehmer, Selbständige, Freiberufler und deren mitarbeitende Familienangehörige.

Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen. Wer für Sie zuständig ist, teilt Ihnen auf Anfrage die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung mit.