Arbeitsunfall

Was ein Unfall ist, ist im Gesetz definiert. Eine Unfall ist ein 

  • zeitlich begrenztes
  • von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis
  • das zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führt.

Keine Rolle spielt, ob eigenes Verschulden zum Unfall geführt hat: Nach dem Gesetz schließt verbotswidriges Verhalten den Versicherungsschutz grundsätzlich nicht aus.

Ursachenzusammenhang

Nur solche Gesundheitsschäden sind versichert, die im wesentlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen und nicht woanders ihre entscheidende Ursache haben. So kann der Versicherungsschutz entfallen, wenn der Schaden zwar auch auf eine betriebliche Verrichtung, im Wesentlichen aber auf eine Vorerkrankung oder etwa übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

Versichert ist immer nur die betriebliche Tätigkeit, für die der Versicherte eingestellt wurde und die er weisungsgebunden ausübt. Wer innerhalb der Arbeitzeit seinen privaten Interessen nachgeht - etwa isst, raucht oder einkaufen geht - und während dessen einen Unfall erleidet, ist nicht versichert.

Abgrenzungsprobleme ergeben sich in der Praxis regelmäßig bei Unfällen im Zusammenhang mit Betriebssport, betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltungen (Weihnachtsfeier etc.) und Pausen. Ob in diesen Fällen das Unfallereignis noch in einem wesentlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit steht, kann nur in einer wertenden Betrachtung des Einzelfalles beurteilt werden.

Für Versicherte, die nicht Beschäftigte sind, gilt entsprechendes: Ein Unfallereignis ist nur dann versichert, wenn es im wesentlichen Zusammenhang mit einer Tätigkeit als Schüler, Pflegeperson, Nothelfer etc. steht.

Wegeunfall

Auch der unmittelbare Weg nach und von der Arbeit ist unfallversichert: Da der Versicherte, um zur Arbeit zu gelangen, einen Weg zurücklegen muss, der außerhalb der Wohnung und der Betriebsstätte liegt, soll er auf diesem Weg auch Versicherungsschutz genießen.